Der Kurzfilm „Memory Spaces“ der Künstlerin Rosa Andraschek wurde im März 2025 bei der Diagonale, Festival des Österreichischen Films, in Graz gezeigt. Der Film entstand im Rahmen des Forschungsprojektes „Spuren lesbar machen. Labor zu Kunst, Partizipation und digitalen Räumen“ (2021-2023) an dem das Department für Kunst- und Kulturwissenschaften, Universität für Weiterbildung Krems und das Institut f. jüdische Geschichte Österreichs aus dem first-Netzwerk beteiligt waren. Das Projekt beschäftigte sich mit dem NS-Zwangslager im Granitwerk Roggendorf bei Pulkau, in dem ab 1941 Kriegsgefangene und zivile Zwangsarbeiter:innen und ab November 1944 ungarisch-jüdische Verschleppte zur Zwangsarbeit eingesetzt waren. Die Geschichte der Zwangsarbeit wurde nicht in das lokale Gedächtnis aufgenommen. Beruhend auf den Recherchen der Historikerin Edith Blaschitz nahm Rosa Andraschek Kontakt mit Mira Knei Paz in Jerusalem auf, deren Halbschwester als junges Mädchen im Steinbruch Schwerstarbeit leisten musste. Im Interview mit Andraschek erzählt Mira Knei Paz davon, dass ihre Halbschwester nie über die traumatische Vergangenheit gesprochen hat. Andraschek montiert die Erzählung vom Schweigen über die eindrücklichen Bilder des Ortes.
Memory Spaces
Dokumentarfilm kurz, AT 2023, DCP, 10 min, OmdU
Weitere Infos:
- Diagonale – Festival des österreichischen Films
- memoryspaces.at
- Spuren lesbar machen im NS-Zwangsarbeitslager Roggendorf/Pulkau. Labor zu Kunst, Partizipation und digitalen Räumen. – Universität für Weiterbildung Krems
