• Skip to main content
  • Zur Fußzeile springen

first

Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien

  • first-Partner
  • Forschung
    • FV Migration
    • FV Nahrung
    • FV Lager und totale Institutionen
    • FV Regionalitäten
  • Vermittlung
    • Was wir tun: die first-Filme
    • history.first.research.at
    • Wegweiser Migrationsgeschichte
    • Museum des Augenblicks
    • Blog
  • Team
  • News
  • Kontakt
  • DE
  • EN
Aktuelle Seite: Startseite / News / Nachlese first-Jubiläumsfeier

Nachlese first-Jubiläumsfeier

15. Juni 2026

Festveranstaltung würdigt österreichweit einzigartiges Kooperationsmodell: 10 Jahre Forschungsnetzwerk first

Vor genau zehn Jahren wurde mit „first –Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien“ eine Initiative gestartet, die heute als österreichweit anerkanntes Erfolgsmodell gilt. Gegründet im Rahmen der FTI-Strategie (Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie) des Landes Niederösterreich, feierte der Verbund am vergangenen Donnerstag sein zehnjähriges Bestehen mit einem hochkarätigen Festakt in der Niederösterreichischen Landesbibliothek in St. Pölten. Unter dem Titel „Forschen im Verbund – 10 Jahre first“ blickten zahlreiche Vertrete:innen aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft auf eine Dekade erfolgreicher Zusammenarbeit in der geistes-, sozial- und kulturwissenschaftlichen Forschung zurück.

Von der visionären Idee zum leistungsstarken Verbund

Den ersten Anstoß für das Netzwerk gab bereits im Jahr 2013 ein breit angelegter Strategieprozess des Landes Niederösterreich, an dem rund 500 Forscherinnen und Forscher mitwirkten. Daraus erwuchs die Idee, die Kräfte kleinerer, regionaler Institute zu bündeln, um gemeinsame Großprojekte und Drittmitteleinwerbungen in einer Größenordnung zu ermöglichen, die für ein einzelnes Haus kaum zu stemmen wäre.

Im Juni 2016 wurde first schließlich von vier Einrichtungen offiziell gegründet: dem Institut für Geschichte des ländlichen Raumes, dem Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit der Universität Salzburg (mit Sitz in Krems), dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs in St. Pölten und dem Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung in Raabs an der Thaya. Später wurde das Ilse Arlt-Institut für Soziale Inklusionsforschung der Fachhochschule St. Pölten Vollmitglied. Die Universität für Weiterbildung Krems  betreut das Netzwerkmanagement und ist seit 2019 zudem inhaltlicher Partner.

Gelebte Kooperation statt Konkurrenz

Was als Zusammenschluss kleinerer Institute begann, hat die geistes-, sozial- und kulturwissenschaftliche Forschung in Niederösterreich nachhaltig gestärkt und sichtbar gemacht. Im zunehmend kompetitiven internationalen Umfeld setzt der Verbund konsequent auf Kooperation statt Konkurrenz, treibt digitale Innovationen voran und bettet regionale Themen in nationale und weltweite Diskurse ein.

„Die Anfänge von first waren von unbeschreiblicher Euphorie geprägt“, erinnerte sich Martha Keil, langjährige Sprecherin des Netzwerks, während des Festaktes. „Es war wirklich der Beginn einer einzigartigen Partnerschaft, die unsere kleinen Institute zu Großem befähigt hat.“

Auch die Politik zieht eine hervorragende Bilanz. Landesrat Anton Kasser, der dem Festakt beiwohnte, betonte die Strahlkraft des Projekts: „‚Das Netzwerk first zeigt, wie aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Institutionen und Disziplinen etwas entsteht, das größer ist als die Summe seiner Teile. Diese erfolgreiche Kooperation ist ein Best-Practice-Beispiel, von dem auch andere Bereiche profitieren können.“ Martina Höllbacher, Leiterin der NÖ Abteilung Wissenschaft und Forschung, die sich für die Etablierung des Netzwerkes einsetzte und dieses auch in den vergangenen Jahren unterstützt hat, zeigte sich sehr erfreut über die Entwicklung: „Es hat sich gelohnt, da bin ich stolz.“

Festvortrag von Aleida Assmann und Leistungsschau

Ein besonderer Höhepunkt des Jubiläums war der Festvortrag der renommierten Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann (Universität Konstanz) zum Thema „Raus aus dem Elfenbeinturm: Erfahrungen mit der multidisziplinären Praxis“. Assmann, die bereits an einem first-Forschungsprojekt mitwirkte, analysierte den Erfolg von first und hob hervor, dass die gegenseitige Achtung der Fächer und das bewusste Hintanstellen von Konkurrenzdenken die wissenschaftliche Neugierde wachsen lassen. Sie lobte das finanzielle Engagement des Landes Niederösterreich als „mutig“ und betonte, dass durch den ungewöhnlichen Fächerverbund ein völlig neuartiger, multiperspektivischer Blick auf die Geschichte entstanden sei, dessen Ergebnisse direkt in die Gesellschaft zurückgespielt werden.

Im Rahmen einer begleitenden Leistungsschau gaben die Forscher:innen des Verbunds Einblicke in ihre aktuelle Arbeit und skizzierten die Meilensteine der fächerübergreifenden Vernetzung. Der anlässlich des Jubliäums veröffentlichte Band „10 Jahre first – Interdisziplinäres Netzwerk für Regionalstudien. Forschen im Verbund“ gibt detailliert Auskunft über die Aktivitäten des Forschungsnetzwerkes.

Optimistischer Blick in das zweite Jahrzehnt

Das Jubiläum markiert jedoch nicht nur einen Rückblick, sondern auch den Startschuss für die Zukunft der interdisziplinären Regionalforschung. Johannes Pflegerl (Ilse Arlt Institut an der UAS St. Pölten) und Oliver Kühschelm (Institut für die Geschichte des ländlichen Raums), aktuelle Sprecher von first, blicken ambitioniert nach vorne: „first ist heute relevanter denn je. In herausfordernden Zeiten stärkt es nicht nur unsere Institute, sondern den gesamten Forschungsstandort Niederösterreich. Wir blicken optimistisch ins zweite Jahrzehnt und freuen uns auf neue gemeinsame Projekte.“

Kategorie: News, Unkategorisiert

Footer

© 2016 first | Forschungsnetzwerk Interdisziplinäre Regionalstudien Universität für Weiterbildung Krems
Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems

Impressum